Erste Hilfe für Babys

„Alleine der Gedanke, dass ihr etwas zustößen könnte, lässt mir die Gänsehaut über den Rücken laufen.“

Micky
Rosa ist mein größter Schatz. Alleine der Gedanke, dass ihr etwas zustößen könnte, lässt mir die Gänsehaut über den Rücken laufen. Aber weil Rosa ihre Erfahrungen selbst machen muss und neben Schrammen und Beulen auch sonst einiges passieren kann, wollte ich für den Notfall gewappnet sein. Und das geht am besten mit einem Baby-Erste-Hilfe-Kurs.

„Kleine Kinder, kleine Sorgen. Große Kinder, große Sorgen,“ langsam beginne ich zu begreifen, und das obwohl Rosa erst sechs Monate alt ist. Wahrscheinlich habe ich zwar noch keinen blassen Schimmer was noch alles auf uns zukommt, aber das ist eine andere Geschichte. Aktuell sind es bei mir die Ängste, die sich um Rosas Gesundheit drehen. Und damit bin ich als Papa nicht alleine. Es ist der Albtraum aller Eltern, dass dem Kind etwas zustößt, das mit einem bunten Pflaster oder einer Umarmung nicht wieder gut wird.

So viele Gefahren lauern in jeder Ecke des Hauses, im Garten und Wald, dass ich gerne für den Ernstfall gerüstet sein möchte. Die Notfall-Erste-Hilfe-Box für zu Hause ist bestückt, die kleinen medizinischen Helferlein liegen auf meinem Nachtkasterl. Aber was tun wenn Fencheltee und Bauchweh-Tropfen nichts mehr nützen?

Gemeinsam mit meiner Frau Bibi und unserer Tochter Rosa habe ich genau aus diesem Grund einen Erste-Hilfe-Kurs für Babys und Kleinkinder beim Roten Kreuz gemacht. Unsere Trainerin Sandra Krempl-Spörk – selber Mami – war nicht nur super sympathisch, sondern hat uns auch ganz ruhig die wichtigsten Facts vermittelt und uns mit Rosa und anhand einer Puppe erklärt was im Ernstfall zu tun ist.

Sicherheit zu Hause
Die Wohnung sollte kindersicher sein. Auch wenn wir denken, dass alles kindersicher verstaut ist, finden unsere Kleinen meistens noch Dinge zum probieren, kosten und in den Mund stecken.
TIPP 1: In die Knie gehen und die Wohnung aus Kindersicht und mit Kinderaugen wahrnehmen.

Notfall
Wie ist die Nummer der Rettung, wie die der Polizei oder Feuerwehr. Eigentlich weiß man das alles, aber im Notfall sieht es dann meistens ganz anders aus und man verwechselt nicht nur die Notfallnummern, sondern es entfällt sogar der Straßenname oder die Hausnummer.
TIPP 2: Am besten einen Zettel mit den wichtigsten Notfallnummern aufschreiben und an den Kühlschrank kleben. Auf den Zettel gehören auch noch Adresse, Name und Telefonnummer.

 

Hitzeschlag & Sonne
Kinder sind viel anfälliger auf Sonne und Hitzeschlag. Das liegt daran, dass der Kopf verhältnismäßig größer ist. Babys und Kleinkinder (und wir auch) sollten zwischen 11:00 und 15:00 gar nicht raus gehen. Wenn die Sonne scheint, immer eine Mütze, ein Kapperl & Sonnenschutz tragen. Babys sollten nicht der prallen Sonne ausgesetzt sein. Falls es doch passiert und das Baby einen roten Kopf hat und zu weinen und quengeln beginnt, hier der Hitzeschlag Tipp:
TIPP 3: Das Baby .sofort aus der Sonne nehmen und langsam mit einem feuchten Tuch kühlen & Wasser anbieten.

Vergiftung
Am Giftigsten sind Wasch- und Reinigungsmittel, Medikamente und Pflanzen. Auf jeden Fall müssen alle Hausmittel außer Reichweite von Kleinkindern sein. Es gibt extrem viele Tipp und Tricks, die nicht nur unwirksam, sondern auch noch gefährlich sind. Auf keinen Fall sollte das Baby zum Erbrechen gebracht werden.
TIPP 4: Rettung 144 oder Vergiftungsnotrufzentrale 01 4064343 anrufen!

Verschlucken & Erstickungsgefahr
Unser Rosa steckt gerade alles in den Mund, was sie finden kann. Wir versuchen wirklich alles wegzuräumen, aber sie ist wie ein Metalldetektor und findet alles! Zu den gefährlichsten Teilen, im Haushalt gehören Murmeln, Batterien und kleine spitze Teile wie Lego Stückchen. Vorbeugung ist auch hier wichtig. Alles was durch das Loch in der Mitte einer Klorolle passt, sollte außer Reichweite des Babies liegen. Die meisten Erstickungsunfälle passieren übrigens, wenn eine Person dabei ist.
TIPP 5: Bekommt das Baby einen Hustenanfall und läuft das Gesicht blau an, besteht Erstickungsgefahr. Das Baby auf den Bauch auf den Unterarm legen und zwischen die Schulterblätter klopfen. Sofort die Rettung rufen.

 

Ich bin nach dem Erste-Hilfe-Kurs noch lange kein Profi und ich bin mir bewusst, dass sich Unfälle bei Rosa nicht vermeiden lassen. Aber nach dem Kurs weiß ich wie ich den Kopf bei eine Verletzung verbinde, wie ich Rosa beatmen kann und an unserem Kühlschrank hängt jetzt ein Zettel mit den Notfallnummern und unserer Adresse. Im Notfall gibt es geschulte Profis und für die Erste-Hilfe zu Hause fühle ich mich gewappnet.